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Das Meerschweinchen

Ich war am Samstag im Theater. Jaa in einem echten Theater und nicht der Zoff den man mit Teenagern hat. Nun gut das Theaterstück war kein harter Klassikstoff sondern ein zeitgenössisches Stück mit dem viel und nichts sagendem Titel "das Meerschweinchen".

Nun werden einige sagen, das hat er nur seiner Frau zuliebe getan. Nur weil die Karten zum Valentinstag geschenkt wurden, heisst das nicht, dass ich nicht gerne in das Stück gegangen bin. Immerhin hab ich es ausgesucht. Und auch wenn der Name skuriel klingt, so war das Thema doch eins mit dem ich mich am ehesten identifizieren kann.

Grob gesagt ging es um die Kritik an Tierversuchen. Versinnbildlicht wurden diese durch das Leben und Ableben eben jenen besagten Meerschweinchens welches zu Beginn dem Hauptdarsteller zugelaufen ist. Über die rein plakative Kritik hinaus, werden ganz massiv die Auswirkungen und Gefahren für den Menschen betrachtet. Denn wärend das durch den auftretenden Wissenschaftler verkörperte Kapital nur auf die Ergebnisse seiner Forschung achtet, wird eine mögliche Gefährdung der Menschen komplett missachtet.

Zum erreichen der gewünschten Ergebnisse finden transgene Viren und neuronale Transmitter ihren Einsatz, was darin ausufert, das die weibliche Hauptrolle infiziert wird und ihr Geisteszustand das Verhalten eines deutschen Schäferhundes annimmt.

Das ganze eskaliert dahingehend, dass der Wille der Wissenschaft alleine nicht ausreicht. "Wenn eine Aufgabe scheitert war ihre Idee zu klein", ist dabei der Forscher zu vernehmen. Der griechischen Komödie folgend endet das ganze Schauspiel dann mit einem grossen Knall in Form eines sprechenden Frosches.

Sehr zu empfehlen.