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Mir langs so langsam mit Nokia

Es wurde ja in den letzten Wochen mehr als nur überdeutlich genug darüber geschrieben wie gering die Sozialkompetenzen des Unternehmens Nokia sind. Bochum hat ja zu deutlich bewiesen, dass es immer noch Leute gibt die auch noch den letzten Cent aus Arbeitskräften rausquetschen wollen.

Was allerdings in Rumänien passiert finde ich schon mehr als nur grenzwertig. Die Vorstellungen Nokias bezüglich Höchstarbeitszeiten schrammen nur noch marginal an Sklaverei vorbei. Wenn ein Unternehmen Arbeitszeiten von 60-70 Stunden die Woche fordern, muss man sich vor Augen führen, dass das entweder 7 Tage à 10 Stunden oder 6 Tagen à 11,6 Stunden entspricht.

Das ein Manager daher kommt und sagt: Joar mei I muss doch a 70 Stund die Woch schuften. Kann ja sein, aber dann muss er auch mal seine Arbeitsbedingungen und sein Salär mit dem eines Werksarbeiters vergleichen. Sollten jetzt alle Arbeiter in Jucu das gleiche erhalten wie Olli-Pekka Kallasvuo haben diese bestimmt auch nichts dagegen die gleichen Arbeitszeiten wie Olli zu arbeiten. Selbst wenn er sich dann immer noch nicht dreckig machen muss, sie aber schon.

Alles in allem plagt mich wirklich mein Gewissen ob man sich da ein Nokia Handy noch leisten kann. Denn diesmal ist es nicht der monitäre Preis sondern der sozialverantwortliche der deutlich schmerzt. Da kann mich dann auch nicht beruhigen, wenn der finnische Wirtschaftsminister MauriPekkarinen sagt, dass es im europäischen Kontext schon klar geht, dass Arbeitskräfte in wirtschaftlich schwachen Ländern der EU umgesiedelt werden.